Vielfalt für Ausserrhoden in Bern
Bei der kommenden Nationalrats-Ersatzwahl entscheidet sich, wir wirksam unser Kanton in Bern auftritt. Aktuell stellt die FDP mit Andrea Caroni unseren Ständerat. Würde nun auch der einzige Nationalratssitz an die FDP fallen, wäre unser Kanton in Bern politisch einseitig vertreten. Das kann nicht im Sinne einer breiten Bevölkerung sein. Appenzell Ausserrhoden profitiert davon, wenn seine beiden Sitze auf verschiedene bürgerliche Kräfte verteilt sind. Edgar Bischof von der SVP ist die ideale Ergänzung. Die SVP ist die stärkste Fraktion im Bundeshaus und pflegt eine konstruktive Zusammenarbeit mit anderen bürgerlichen Kräften. Ein Blick über die Kantonsgrenze zeigt, wie erfolgreich dieses Modell ist: Die Zusammenarbeit zwischen der SVP und der «Mitte» in Innerrhoden ist ein Erfolgsmodell für Sachpolitik mit gesundem Menschenverstand. Wenn wir Edgar Bischof wählen, verhindern wir einen parteipolitischen Monopolanspruch und sorgen dafür, dass die Stimme Ausserrhodens in Bern auf einem breiteren Fundament steht. Verschiedene Perspektiven führen zu besseren Lösungen für unser Land. Edgar Bischof bringt die nötige Erfahrung mit und garantiert, dass unser Kanton nicht zur Einparteien-Delegation wird.
RENZO ANDREANI, Herisau
Warum ich Edgar Bischof als Nationalrat wähle
Den ersten Kontakt zu Edgar Bischof hatte ich vor über 35 Jahren anlässlich militärischer Wiederholungskurse. Edgar fiel als Offizier stets durch grossen Einsatz, Führungsstärke und Motivation auf. Für mich war Motivation im Militär wohl eher ein Fremdwort. Ab und zu gab es später weitere, aber eher zufällige Begegnungen, welche stets bereichernd waren, da Edgar politisch auch nicht polarisierte. Als Präsident des Hauseigentümerverbandes ergaben sich wieder vermehrte Treffen und ich stellte fest, dass Edgar Bischof mit grossem Engagement und Fachkenntnisse dieses Amt ausführt. Er kann begeistern und motivieren sowie über Parteigrenzen hinausschauen resp. denken. Ich wähle deshalb Edgar Bischof als zukünftigen Nationalrat und bin sicher, dass er unseren Halbkanton in Bern würdig und mit viel Einsatz und Hingabe vertritt.
Individualbesteuerung: gut gemeint, schlecht gemacht
Am 8. März stimmen wir über die Einführung der Individualbesteuerung ab. Was als Fortschritt verkauft wird, entpuppt sich als riskantes Experiment mit handfesten Verlierern.
Die Individualbesteuerung schwächt die Ehe als wirtschaftliche Gemeinschaft. Heute tragen Ehepartner Verantwortung füreinander. Künftig soll jeder für sich besteuert werden. Das belastet die Steuerbehörde AR mit 13’000 zusätzlichen Steuerdossiers.
Besonders problematisch ist das für Bauernfamilien und Gewerbetreibende. In Landwirtschaft und KMU arbeiten Ehepartner oft gemeinsam im Betrieb, teils ohne klar trennbare Einkommen. Zur grössten Herausforderung dürfte jedoch die Aufteilung des Vermögens sein, welches im Betrieb investiert ist. Die Individualbesteuerung schafft neue bürokratische Hürden, erhöht den administrativen Aufwand und verteuert unternehmerisches Engagement.
Für kleinere Kantone wie AR ist die Vorlage besonders heikel. Unser Wirtschaftsmodell ist geprägt von Familienbetrieben, Selbstständigen und Teilzeitmodellen. Eine Reform, die primär auf urbane Doppelverdiener zugeschnitten ist, passt schlecht zu uns. Zudem ist mit wiederkehrenden Kosten von bis 1.5 Mio. Franken jährlich für Personalaufstockungen beim Kanton zu rechnen.
Die Individualbesteuerung löst reale Probleme nicht, aber sie schafft neue. Darum lehne ich sie ab.
EDGAR BISCHOF, TEUFEN –
APZ, 5. Januar 2026