Nach einer Ersatzwahl bleibt keine Schonfrist. Dossiers liegen bereit, Kommissionen tagen, Entscheide fallen. Wer neu gewählt wird, muss vom ersten Tag an funktionieren. Erfahrung ist deshalb kein Bonus, sondern Voraussetzung. Edgar Bischof kennt das politische Geschäft von Grund auf. Er war 16 Jahre Mitglied des Kantonsrats und Präsident der Finanzkommission sowie Präsident des Leitenden Ausschusses der Kantonalpartei. Wer diese Verantwortung getragen hat, weiss, wie parlamentarische Prozesse laufen und wo Einfluss entsteht. Diese Routine spart Zeit. Und Zeit ist in Bern Macht.
Jennifer Abderhalden von der FDP hingegen steht noch ganz am Anfang ihrer parlamentarischen Laufbahn. Nach wenigen Monaten im Kantonsrat ist es schlicht unrealistisch, dieselbe Wirkung zu erwarten. Diese Wahl ist kein Experiment, sondern eine Weichenstellung. Appenzell Ausserrhoden braucht eine Stimme, die sofort zählt. Dass ausgerechnet die FDP-Frauen mit Frau Abderhalden und den Linken für die Individualbesteuerung Stimmung machen, ist ein weiterer Grund, dass sie nicht wählbar ist. Eine Vorlage mit so viel Ungerechtigkeit, wo Familien bestraft werden und Kosten in Millionenhöhe verursacht werden, muss dringend abgelehnt werden. Das böse Erwachen kommt wie so oft erst im Nachhinein. Darum empfehle ich Edgar Bischof aus Teufen für den Nationalratssitz.