Edgar Bischof

In der bevorstehenden Ersatzwahl eines Nationalrats für den Kanton Appenzell Ausserrhoden steht ein Unternehmer gegen eine neoliberale Akademikerin. In der Person von Jennifer Abderhalden präsentiert uns die FDP eine Verwaltungsjuristin, die in die Politik drängt, eine Finanzfachfrau und Primarlehrerin ohne echte Führungserfahrung. Sie stellt keine Persönlichkeit dar, die Anlass zur Annahme gäbe, sie würde sich für die Vereinfachung von Verwaltungsabläufen oder für Steuersenkungen einsetzen. Ganz im Gegenteil, ihr einziges Thema derzeit scheint die Individualbesteuerung zu sein, die Familien bestraft und zusätzliche Stellen in der Steuerverwaltung garantiert. Zumindest ist das ihrer Kampagnen-Agenda so zu entnehmen. Vertreter der Finanzwirtschaft mit Drang zur EU haben wir in Bundesbern bereits mehr als genug und auch der Kanton Appenzell Ausserrhoden ist mit einem Verwaltungsfachmann und Juristen in Bern vertreten. Einer von der Art genügt völlig.

Gegen Abderhalden steht Edgar Bischof: Von ihm als Praktiker der elektronischen Datenverarbeitung und Selbstständigen darf man den Einsatz für jenes Segment der Schweizer Wirtschaft erwarten, welches das Gros unseres nationalen Einkommens generiert und für die Innovationskraft der Schweiz steht, nämlich die kleinen und mittleren Unternehmen. Zumindest lassen sein Werdegang und seine aktuelle Tätigkeit diesen Schluss zu. Unter dem Strich wird er wohl den geeigneteren Kandidaten für die Vertretung unseres Kantons in Bern darstellen.

Ralph Bosshard, Urnäsch