Edgar Bischof

Ein einzelner Nationalrat aus Appenzell Ausserrhoden kann in Bern nur dann Wirkung entfalten, wenn er eingebunden ist und gehört wird. Genau deshalb ist es entscheidend, wie die parteipolitische Ausgangslage aussieht. Der Ständerat gehört bereits der FDP an – ein zweiter FDP-Vertreter würde die Einflussmöglichkeiten des Kantons kaum erhöhen. Die politische Realität in Bern ist einfach: Einfluss entsteht über Fraktionen, Netzwerke und Mehrheiten. Die SVP stellt die grösste Fraktion im Nationalrat und ist an praktisch jeder bürgerlichen Lösung beteiligt. Ein Nationalrat aus ihren Reihen verschafft Ausserrhoden direkten Zugang zu diesen Entscheidungsprozessen. Gleichzeitig bleibt die Zusammenarbeit mit anderen bürgerlichen Parteien zentral. Dass dies funktioniert, zeigt sich etwa in der guten Abstimmung mit Vertretern der Mitte aus Innerrhoden. Unterschiedliche Parteifarben müssen kein Hindernis sein – sie können im Gegenteil die Position eines Kantons stärken. Wer möchte, dass Appenzell Ausserrhoden in Bern ernst genommen wird, sollte nicht auf parteipolitische Gleichschaltung setzen, sondern auf strategische Ergänzung. Aus all diesen Gründen gebe ich meine Stimme Edgar Bischof. 

Remo Schönenholzer, Teufen